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Kurz erklärt: Ein sicherer Heimweg beginnt mit einfachen Regeln: Die Polizei empfiehlt belebte und gut beleuchtete Straßen, ein geladenes Handy griffbereit, keine Kopfhörer und im Notfall sofort die 110. Wenn du dich unsicher fühlst, begleitet dich das ehrenamtliche Heimwegtelefon per Anruf bis nach Hause. Apps und Gadgets können helfen, ersetzen aber weder aufmerksames Verhalten noch den Notruf.
Das Wichtigste in Kürze
- Wähle gut beleuchtete und belebte Wege, auch wenn sie ein Umweg sind. Vermeide dunkle Abkürzungen, unbeleuchtete Parks und Unterführungen.
- Halte dein Smartphone genügend aufgeladen und griffbereit.
- Vermeide Ablenkung durch Kopfhörer und bleibe aufmerksam.
- Informiere eine Vertrauensperson über deine Route und deine Ankunftszeit.
- Nutze Begleitdienste wie das Heimwegtelefon: Ehrenamtliche begleiten dich telefonisch bis zur Haustür.
- Wähle in Bus und Bahn gut beleuchtete Bereiche in der Nähe des Fahrers oder anderer Fahrgäste.
- Selbstbewusstes Auftreten kann potenzielle Angreifer abschrecken. Rufe bei Gefahr laut um Hilfe oder die Polizei.
- Nur 33,3 Prozent der Frauen fühlen sich laut BKA-Studie nachts im öffentlichen Nahverkehr sicher, bei Männern sind es etwa 60 Prozent.
Gerade in den dunklen Monaten fühlt sich der Nachhauseweg für viele Menschen anders an, vor allem für Frauen und Mädchen. Angst und Unsicherheit entstehen oft durch Dunkelheit, leere Straßen oder das Gefühl, allein zu sein. Hier findest du einige Tipps, damit du dich unterwegs sicher fühlen kannst, dazu Zahlen, Begleitdienste und Apps. Dieser Beitrag bündelt die Empfehlungen zum Thema, denn das Thema betrifft dich jeden Abend aufs Neue.
Sicherer Heimweg: Die Tipps der Polizei
Die Polizeiliche Kriminalprävention, der WEISSER RING und die Landeskriminalämter geben ähnliche Empfehlungen, für Frauen, Männer und Mädchen gleichermaßen:
| Situation | Was du tun kannst | Quelle |
|---|---|---|
| Vorher | Hin- und Rückweg planen, einer Person aus Familie oder Freundeskreis Route und Ankunftszeit sagen, mit Freunden gemeinsam gehen, zum Beispiel nach einer Party. | LKA Sachsen (20.09.2024), polizei-beratung.de |
| Unterwegs | Belebte, beleuchtete Straßen wählen, bei Dunkelheit mittig auf dem Gehweg gehen, keine Kopfhörer, Handy griffbereit. | polizei-beratung.de (30.04.2025), Polizei Dein Partner |
| Bus und Bahn | In der Nähe des Fahrers oder der Fahrerin sitzen, Wagen mit vielen Fahrgästen wählen. | WEISSER RING |
| Bedrohung | Laut rufen, etwa „Lassen Sie mich los“, siezen, andere direkt ansprechen, Schrillalarm nutzen, sofort 110 wählen. | WEISSER RING, LKA Sachsen |
Achte auf das, was rings um dich passiert, und geh festen Schrittes mit aufrechter Haltung. Laut einem Ratgeber von zdfheute (09.12.2024) gilt: „Täter suchen sich Opfer und keine Gegner.“ Wenn du glaubst, dass dir jemand folgt, wechsle die Straßenseite. In Ratgebern heißt es oft: Wechsle die Straßenseite, um den Eindruck zu erwecken, dass du beobachtest. Geh im Zweifel in einen Kiosk oder ein Lokal und sprich andere Menschen direkt an, damit sie etwas tun. Mädchen und Jungen kannst du den Weg vorab gemeinsam zeigen. Waffen empfiehlt der WEISSER RING nicht, sie können gegen dich gerichtet werden.
Stadtbild-Debatte: Wie sicher fühlen sich Frauen?
Das Thema Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum ist 2025 in Deutschland neu in die Debatte gerückt. Nach der Stadtbild-Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz, der im Zusammenhang mit Migration von Problemen im „Stadtbild“ sprach, fragte ein dpa-Beitrag von Sabrina Szameitat (3. November 2025, Foto: Sina Schuldt/dpa), wie sicher sich Frauen nachts auf dem Heimweg fühlen (Tagesspiegel).
Zahlen zur Stadtbild-Äußerung
Wie sicher sich Menschen im öffentlichen Raum fühlen, hat das Bundeskriminalamt in der Studie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ (SKiD 2020) erhoben. Die Ergebnisse fasst polizei-beratung.de (12.11.2025) zusammen.
| Aussage | Frauen | Männer |
|---|---|---|
| fühlen sich nachts im öffentlichen Nahverkehr sicher | 33,3 % | ca. 60 % |
| fühlen sich nachts in ihrer Wohngegend sicher | 61 % | ca. 83 % |
Dort heißt es auch: 43,6 Prozent der Bevölkerung meiden nachts bestimmte Orte wie Straßen, Plätze oder Parks (laut zeitjung.de rund 44 Prozent), 37 Prozent verzichten nachts auf Busse und Bahnen. Laut BKA verzichtet bei Frauen über die Hälfte nachts auf öffentliche Verkehrsmittel. In manchen Berichten heißt es, 44 Prozent der Frauen meiden nachts bestimmte Orte und 37 Prozent der Frauen verzichten nachts auf Busse und Bahnen. Laut polizei-beratung.de beziehen sich diese beiden Werte aber auf die gesamte Bevölkerung. Ähnlich verkürzt liest man oft, das BKA zeige, dass sich nur 33,3 Prozent der Frauen nachts sicher fühlen. Gemeint ist das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Nahverkehr.
Zur Einordnung: Die Statistik misst Angst vor Übergriffen und Kriminalität, nicht die Zahl der Taten. Laut polizei-beratung.de ist das gefühlte Risiko oft höher als das tatsächliche. Laut dpa-Bericht ist das Problem älter als die aktuelle Stadtbild-Debatte: Angst im Dunkeln war schon vor der Äußerung von Bundeskanzler Merz ein Thema in Deutschland. Die Dunkelheit verursacht oft Unsicherheit und Angst auf dem Heimweg. Darüber gibt es eine öffentliche Debatte, etwa über sogenannte Angsträume wie dunkle Unterführungen.
Tipps für Bus und Bahn am Abend
Für den Nahverkehr nennt polizei-beratung.de (12.11.2025) diese Punkte:
- Setz dich in die Nähe des Fahrers oder der Fahrerin oder in einen Wagen mit vielen Fahrgästen.
- Reagiere sofort, wenn dich jemand belästigt, und sprich laut, damit andere es merken.
- Bitte andere Fahrgäste direkt um Hilfe und unterstütze selbst, wenn jemand belästigt wird.
- Bei akuter Bedrohung sofort die 110 wählen.
Begleitung: Heimwegtelefon, Nachtspaziergänge, Taxis

Das Heimwegtelefon begleitet dich telefonisch bis nach Hause. Ehrenamtliche des Vereins Heimwegtelefon e.V. sprechen mit dir, bis du angekommen bist, laut einem dpa-Bericht von Sabrina Szameitat (03.11.2025) seit 2011. Die meisten Anrufenden sind laut dpa Frauen: Das Heimwegtelefon begleitet vor allem Frauen telefonisch auf ihrem Heimweg.
- Nummer: 030 12074182, eine Festnetznummer mit der Vorwahl von Berlin, in ganz Deutschland erreichbar.
- Zeiten laut heimwegtelefon.net (abgerufen 27.09.2026): sonntags bis donnerstags 21 bis 1 Uhr, freitags und samstags 21 bis 3 Uhr. Andere Ratgeber nennen abweichende Zeiten, prüf sie vorab.
- Ablauf laut FAQ: Du nennst Start und Ziel, das Team fragt zwischendurch deinen Standort ab und könnte bei einem Überfall direkt die Polizei einschalten.
Weitere Projekte, die das Sicherheitsgefühl und das Gefühl von Sicherheit stärken sollen, beschreibt Sabrina Szameitat für die dpa: Im Emsland waren die Anmeldezahlen für begleitete Nachtspaziergänge (Nightwalks) so hoch, dass nach 12 Terminen auch Zusatztermine sofort ausgebucht waren. In Berichten heißt es, Nightwalks sollen Frauen helfen, mit bedrohlichen Situationen umzugehen. Frauen-Nacht-Taxis gibt es laut dpa unter anderem in Mannheim, Heidelberg (seit 1992) und München, dort werden Frauen bei Taxifahrten unterstützt, etwa bei der Fahrt nach Hause.
Welche Apps bieten Begleitung auf dem Heimweg?
Begleit-Apps und Dienste teilen deinen Standort mit Kontakten oder alarmieren Notfallkontakte. Die App wird so zum virtuellen Begleiter:
| App | Funktion laut Quelle |
|---|---|
| WayGuard | virtuelle Begleitung durch Freunde oder das WayGuard-Team, im Notfall Kontakt zu Rettungsdienst oder Leitstelle; alle Nutzer installieren die App (high-potential.com, zeitjung.de) |
| KommGutHeim | Live-Standort für ausgewählte Kontakte, Notfall-Button; mitgegründet von Katharina Hochmuth (high-potential.com, OTTO) |
| SafeNow | sendet Alarme mit lautem Ton an vordefinierte Kontakte (zeitjung.de, OTTO) |
In den Einstellungen deines Smartphones kannst du deine Position auch direkt mit einer Vertrauensperson teilen. Für die Nutzung musst du dich bei manchen Apps anmelden, lies vorher die Datenschutzhinweise auf der Webseite, denn Standort, Daten und IP-Adressen werden verarbeitet. Über den Nutzen solcher Apps gibt es eine Debatte. Wichtig: Laut polizei-beratung.de sind Heimweg-Apps „keine helfende Hand in einem Ernstfall“, entscheidend ist der direkte Notruf.
Alltagshelfer für den Heimweg
Kein Gadget schützt dich vor einem Angriff oder ersetzt dein Sicherheitsgefühl, und keiner unserer Tracker ist ein Notrufgerät. Ein paar Dinge helfen aber, organisiert zu bleiben und die Hand frei zu haben:
| Helfer | Wobei er hilft | Was er nicht kann |
|---|---|---|
| Schlüssel Tracker 3.0 | Schlüsselbund per „Wo ist?“ oder Google Find Hub orten, Signalton | keinen Notruf absetzen |
| Tracker Karte 3.0 | Portemonnaie orten, bis zu 10 Monate pro Ladung | keinen Personenstandort teilen |
| Essential Sling Bag | Handy und Portemonnaie am Körper, Hände frei | keine Sicherheitsfunktion |







FAQ: Häufige Fragen zum Heimweg
Was ist das Heimwegtelefon?
Ein ehrenamtlicher Telefondienst, der dich auf dem Weg begleitet. Du erreichst ihn deutschlandweit unter 030 12074182, abends und nachts. Laut dpa gibt es den Verein seit 2011. Die meisten Anrufenden sind Frauen (dpa).
Welche Apps bieten Begleitung auf dem Heimweg?
Bekannte Begleit-Apps sind WayGuard, KommGutHeim und SafeNow. Sie ersetzen aber nicht den Notruf 110, das ist auch in der Debatte um Heimweg-Apps der wichtigste Punkt der Polizei.
Was mache ich, wenn mir jemand folgt?
Wechsle die Straßenseite, geh zu belebten Orten wie Kiosk oder Lokal und wähle bei Bedrohung sofort die 110.
Wie viele Frauen fühlen sich nachts sicher?
Laut BKA fühlen sich nur 33,3 Prozent der Frauen nachts im öffentlichen Nahverkehr sicher, in der eigenen Wohngegend sind es 61 Prozent.
Was bringen Nightwalks?
Nightwalks sind begleitete Nachtspaziergänge, laut Berichten sollen sie Frauen helfen, mit bedrohlichen Situationen umzugehen. Im Emsland waren die Termine laut dpa schnell ausgebucht.
Schützt mich ein Tracker auf dem Heimweg?
Nein. Ein Tracker wie die Tracker Karte 3.0 hilft dir, Portemonnaie oder Schlüssel wiederzufinden. Er ist kein Notrufgerät.
Passt dazu: Tracker Karte 3.0 · Schlüssel Tracker 3.0 · Essential Sling Bag
Fazit
Ein sicherer Heimweg beginnt mit der Planung: beleuchtete Strecken, geladenes Handy, eine Vertrauensperson, die weiß, wann du ankommst. Unterwegs stärken Aufmerksamkeit, selbstbewusstes Auftreten und im Zweifel das Heimwegtelefon dein Sicherheitsgefühl. Bei Gefahr rufst du laut um Hilfe und wählst die 110. Alltagshelfer wie der Schlüssel Tracker 3.0, die Tracker Karte 3.0 und die Essential Sling Bag sorgen für Ordnung, die Verantwortung für deine Sicherheit übernehmen sie nicht. Mehr zu Projekten wie Nightwalks findest du oben.
4.8 / 5











1 Kommentar
Bendel Andre
Sehr geehrte Damen und Herren,
Muss mich nun persönlich an Sie wenden und ihre Zeit beanspruchen da ich auf ihrer Seite Nix dazu finden kann. Ich möchte das meine Frau und mein Kind ebenfalls eine Essentialbag Karte angezeigt bekommen und ich ebenfalls die aus ihren Auto empfangen kann. Alle benutzen Apple Find My auf dem Handy.
Könnten Sie mir freundlicher Weise helfen?
Für ihre Bemühungen bedanke ich mich im Voraus. MfG André Bendel
Sehr geehrte Damen und Herren,
Muss mich nun persönlich an Sie wenden und ihre Zeit beanspruchen da ich auf ihrer Seite Nix dazu finden kann. Ich möchte das meine Frau und mein Kind ebenfalls eine Essentialbag Karte angezeigt bekommen und ich ebenfalls die aus ihren Auto empfangen kann. Alle benutzen Apple Find My auf dem Handy.
Könnten Sie mir freundlicher Weise helfen?
Für ihre Bemühungen bedanke ich mich im Voraus. MfG André Bendel